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Die Situation der
Müllmenschen in Kairo
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In Kairo wird die Entsorgung des Mülls traditionell
durch "freiberufliche" Müllsammler durchgeführt. Diese sammeln den
Müll in den Stadtteilen ein, für die sie zuständig sind, erhalten dafür
aber kein Entgelt, sondern leben vom Erlös der noch brauchbaren Stoffe (Papier, Pappe,
Plastik, Metall). Diese Stoffe machen bis zu 80% des Mülls aus. Die Sortierung
erfolgt in den Wohnquartieren dieser "Müllmenschen" – mit entsprechenden Folgen
für die hygienischen Zustände dort. Die medizinische, schulische und soziale
Betreuung dieser Menschen, die zum größten Teil Christen sind, ist bisher
äußerst mangelhaft. Zur Zeit gibt es etwa 100.000 Müllsammler in Kairo, die vom und im Müll leben. Im Stadtteil Ezbet el Nakhl im Nordosten Kairos leben zur Zeit ca. 600.000 Menschen. (Vor ca. 30 Jahren waren es 50 Familien.) Etwa 8.000 von ihnen sind Müllsammler. In diesem Stadtteil errichteten die koptischen Marienschwestern im Jahr 1976 das Salam-Center (Friedens-Zentrum), in dem man sich um die vielfältigen Bedürfnisse der Bewohner des Viertels und insbesondere der "Müllmenschen" kümmert. |
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